Nachhaltigkeit

(1) In der Diskussion um Kunststoffverpackungen sehen wir für uns Risiken aber auch Chancen. Neben den eher emotional motivierten Argumenten geht es letztlich um das Öko-Design von Verpackungen: Vermeiden (Verpackung ganz weglassen), Vermindern (dünnere Verpackung, Mehrwegsysteme), Recycling (reyclingfähige Verpackung). Es geht beim Öko-Design um vier Fragen:

  • Welche Recyclingklasse hat eine Verpackung ?
  • Welches Gewicht hat meine Verpackung ?
  • Welchen Klimabeitrag, CO2 Footprint hat meine Verpackung ?
  • Wieviel Reyclingmaterial enthält meine Verpackung ?

(2) Wir verfolgen die Diskussion aufmerksam und lösungsorientiert. Wir sind der Meinung, dass unsere Produkte eine gute Verpackung darstellen:

  • Unsere Beutel und Folien sind aus einem Standardkunststoff LDPE oder PP. Ein Rohstoff, der 100% recyclebar
  • Es handelt sich um eine Einstoffverpackung mit guter Ökobilanz und geringem Materialeinsatz.
  • Wir können bei unseren Produkten die Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Recyclingmaterial und Reduzierung der Stärken steigern.

(3) Den größten Teil unseres Umsatzes machen wir mit Industriekunden („Business to Business = B2B“). Dort kommen unsere Produkte nicht zum Endkonsumenten und es existieren nachhaltige stoffliche Verwertungskreisläufe. Bei diesen Kunden gibt es keine Diskussionen: Folien und Beutel aus Kunststoff erfüllen bei diesen Anwendungen in erster Linie eine Funktion zu geringsten Kosten mit dem geringsten Ressourcenverbrauch und das bei einer 100%igen stofflichen Recyclingquote.

(4) Die Vermüllung der Meere ist eine Katastrophe,  hat aber eigentlich nichts mit Europa zu tun. 80% dieser schwimmenden Müllberge kommt von 10 Flüssen in Asien und Afrika, die von der Bevölkerung wegen fehlender Infrastruktur zur Abfallentsorgung missbraucht werden. „Mülltourismus“ aus Europa, verschärft die SItuation vor Ort. Der Verbraucher bei uns ist zu Recht sensibilisiert und fordert neue Wege ! „Plastik“ und „Kunststoffverpackungen“ haben ein sehr schlechtes Image. Auch wenn es objektive gute Argumente für Kunststoffverpackungen geben mag: Das spielt keine Rolle mehr, es wird sich viel verändern.

(5) In Europa setzen wir neben (a) Vermeidung von Verpackung,  (b) Verminderung von Verpackung vor allem auf (c) Recycling. Wenn wir von Recyclingfähigkeit sprechen, dann von der Möglichkeit der stofflichen Verwertung. PE-Beutel können auch wieder sortenrein in PE-Produkten als Rohstoff eingesetzt werden z.B. Folien, Eimer, Hohlkörper etc. In diesem Zusammenhang muß zwischen pre-consumer (Industrieabfall) und post-consumer Recyclingmaterial unterschieden werden. Hier entstehen viele neue Ansätze den Anteil von Recyclingmaterial in den Produkten zu erhöhen. Große Konsumgüterhersteller starten Projekte den Verbrauch von Neukunststoffen durch Recycling dramatisch zu reduzieren. Durch Innovationen und neue technische Lösungen werden nachhaltige stoffliche Verwertungskreisläufe enstehen. Hier liegt die Zukunft: „Grau ist das neue Grün“ die Nachhaltigkeit der Verpackung ist das wichtigste Kriterium. Neben diesem stofflichen Recycling, auf das wir uns in Europa fokussieren, wird häufig aber thermisch verwertet. Auch wenn viele sagen, dass ist eine "Mogelpackung, da werden doch nur Verpackungen verbrannt“, wird dadurch enorm gespart weil dem Müllverbrennungsprozess sonst extra Öl und Gas zugeführt werden müssen.

(6) In dem neuen Verpackungsgesetz werden alle Arten von Verpackungen kategorisiert und hinsichtlich der Recyclingfähigkeit beurteilt. Unsere Beutel haben bei der Recycling-ampel ein "grün" d.h. 100% recyclebar und sind somit umweltfreundlich. Unsere Beutel haben nichts mit den Mehrschichtverpackungen für Lebensmittel und den "single use plastic" Produkten wie Strohhalmen, Kunststofftellern, Obstbeuteln zu tun. Mit unseren Beuteln/Folien schützen wir Produkte, bündeln sie, machen sie verkaufsfertig und transportierbar.

(7) Im Zusammenhang mit der Diskussion über Nachhaltigkeit sind «Biokunststoffe» ein wichtiges Thema. Sie versprechen eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Kunststoffen aus Erdöl zu sein. Die verschiedenen Arten von «Biokunststoffen» lassen sich nach zwei Dimensionen beschreiben: Der Anteil nachwachsender Rohstoffe und die biologische Abbauarkeit. Hier existieren viele Unklarheiten, z.B. dass abbaubare Kunststoffe nicht zwangsläufig «biobased» sind, oder dass «biobased» Kunstoffe eben nicht abbaubar sein müssen.

(8) Der Veränderungsdruck ist enorm und es werden viele technische Innovationen entstehen. Mit chemischem Reycling könnten neuwertige Kunststoffe aus postconsumer Abfällen die Recyclingquoten auf ein neues Level heben. Forschungsansätze suchen nach neuen Kunststoffe, bei Bedarf kompostierbar, aber 100% recyclingfähig und am besten „biobased“. Egal was kommt, wir werden alle neuen Lösungen aktiv einsetzen.