In der Diskussion um Kunststoffverpackungen sehen wir für uns Risiken, aber auch Chancen.
Neben den eher emotional motivierten Argumenten geht es letztlich um das Öko-Design von Verpackungen:
Es geht beim Öko-Design um vier Fragen:
Wir verfolgen die Diskussion aufmerksam und lösungsorientiert.
Wir sind der Meinung, dass unsere Produkte eine gute Verpackung darstellen:
Den größten Teil unseres Umsatzes machen wir mit Industriekunden (Business to Business = B2B).
Dort kommen unsere Produkte nicht zum Endkonsumenten, und es existieren nachhaltige stoffliche Verwertungskreisläufe.
Bei diesen Kunden gibt es keine Diskussionen:
Folien und Beutel aus Kunststoff erfüllen bei diesen Anwendungen in erster Linie eine Funktion zu geringsten Kosten mit dem geringsten Ressourcenverbrauch – und das bei einer 100 %igen stofflichen Recyclingquote.
Die Vermüllung der Meere ist eine Katastrophe, hat aber eigentlich nichts mit Europa zu tun.
80 % dieser schwimmenden Müllberge kommen von zehn Flüssen in Asien und Afrika, die von der Bevölkerung wegen fehlender Infrastruktur zur Abfallentsorgung missbraucht werden.
„Mülltourismus“ aus Europa verschärft die Situation vor Ort.
Der Verbraucher bei uns ist zu Recht sensibilisiert und fordert neue Wege!
„Plastik“ und „Kunststoffverpackungen“ haben ein sehr schlechtes Image.
Auch wenn es objektiv gute Argumente für Kunststoffverpackungen geben mag: Das spielt keine Rolle mehr – es wird sich viel verändern.
In Europa setzen wir neben
(a) Vermeidung von Verpackung
(b) Verminderung von Verpackung
vor allem auf
(c) Recycling
Wenn wir von Recyclingfähigkeit sprechen, dann von der Möglichkeit der stofflichen Verwertung.
PE-Beutel können sortenrein in PE-Produkten als Rohstoff eingesetzt werden, z. B. für Folien, Eimer, Hohlkörper etc.
In diesem Zusammenhang muss zwischen pre-consumer (Industrieabfall) und post-consumer Recyclingmaterial unterschieden werden.
Hier entstehen viele neue Ansätze, den Anteil von Recyclingmaterial in den Produkten zu erhöhen.
Große Konsumgüterhersteller starten Projekte, den Verbrauch von Neukunststoffen durch Recycling dramatisch zu reduzieren.
Durch Innovationen und neue technische Lösungen werden nachhaltige stoffliche Verwertungskreisläufe entstehen.
Hier liegt die Zukunft:
„Grau ist das neue Grün“ – die Nachhaltigkeit der Verpackung ist das wichtigste Kriterium.
Neben diesem stofflichen Recycling, auf das wir uns in Europa fokussieren, wird häufig aber thermisch verwertet.
Auch wenn viele sagen, das sei eine "Mogelpackung, da werden doch nur Verpackungen verbrannt“, wird dadurch enorm gespart, weil dem Müllverbrennungsprozess sonst extra Öl und Gas zugeführt werden müssten.
In dem neuen Verpackungsgesetz werden alle Arten von Verpackungen kategorisiert und hinsichtlich der Recyclingfähigkeit beurteilt.
Unsere Beutel haben bei der Recyclingampel ein „Grün“, d. h. 100 % recyclebar – und sind somit umweltfreundlich.
Unsere Beutel haben nichts mit den Mehrschichtverpackungen für Lebensmittel und den „Single-Use-Plastic“-Produkten wie Strohhalmen, Kunststofftellern oder Obstbeuteln zu tun.
Mit unseren Beuteln und Folien schützen wir Produkte, bündeln sie, machen sie verkaufsfertig und transportierbar.
Im Zusammenhang mit der Diskussion über Nachhaltigkeit sind „Biokunststoffe“ ein wichtiges Thema.
Sie versprechen eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Kunststoffen aus Erdöl zu sein.
Die verschiedenen Arten von Biokunststoffen lassen sich nach zwei Dimensionen beschreiben:
Der Anteil nachwachsender Rohstoffe
Die biologische Abbaubarkeit
Hier existieren viele Unklarheiten, z. B. dass abbaubare Kunststoffe nicht zwangsläufig „biobased“ sind, oder dass „biobased“-Kunststoffe eben nicht abbaubar sein müssen.
Der Veränderungsdruck ist enorm, und es werden viele technische Innovationen entstehen.
Mit chemischem Recycling könnten neuwertige Kunststoffe aus Post-Consumer-Abfällen die Recyclingquoten auf ein neues Level heben.
Forschungsansätze suchen nach neuen Kunststoffen – bei Bedarf kompostierbar, aber 100 % recyclingfähig und im besten Fall biobasiert.
Egal was kommt:
Wir werden alle neuen Lösungen aktiv einsetzen.
Mehr Infos:
👉 Meeresmüll eindämmen – Global Plastics Alliance veröffentlicht Fortschrittsbericht